Hyeres - Überlingen, wie abwechslungsreich eine Autofahrt sein kann!!!

Abfahrt mittags gegen 11.30 Uhr, alles verlief gut, Fahrt durchs Rhonetal mit Guido noch im Schlepptau, der uns jedoch als die Autobahn anfing im Stich lies und davon brauste!! Wir fuhren bequem im VW-Bus liegend durch Frankreich und langsam begann es zu dämmern.

Wir halten mal wieder an einer Mautstation um zu bezahlen, gegenüber am nächsten Schalter tut die Polizei das Gleiche. Die Männer schauen immer wieder zu uns herüber, plötzlich geht Blaulicht an und sie winken uns raus. Der Polizist redet in französisch auf Wolfgang ein, er muss aussteigen. Als die Männer mit ihm ums Auto laufen, klappen wir in Hektik die Sitzbank um und schnallen uns an, denn wir dachten dies sei der Grund. Doch es Stellte sich heraus, das wir so gut wie unsichtbar durch die Nacht fuhren, denn die Verbindung des Anhängers zum Bus, hatte sich gelöst und schliff wohl schon einige 100 km hinter uns her, so hatten wir kein Licht und die Kontakte waren ruiniert. An der nächsten Raststätte raus, um einen neuen Stecker zu kaufen, doch unser lieber VW-Bus ist schon älter, so das dieses Modell nicht mehr im Sortiment war. Doch man sehe und staune was Wolfgang in seinem Bus alles mit sich rumfährt, so war natürlich auch das passende Werkzeug dabei, und mit etwas Geschick und Taschenlampe war die Panne bis auf die Funktionsfähigkeit des rechten Blinkers zu beheben und es konnte weiter gehen!! Doch dies sollte nur ein kleiner Vorgeschmack sein, auf das, was noch kommen sollte!!!

Gegen 23Uhr kam eine SMS von Guido, sitze Zuhause und genieße mein Bier, während wir immer noch durch die französische Schweiz fuhren!!

Wir Mädels schliefen ein Weilchen, als wir erwachten spürten wir, wie unser Bus vom Luftwiderstand vorbeifahrender Autos geschüttelt wird, auf einer Raststätte konnten wir also nicht sein. Wolfgang riss die Tür auf, "sofort aufstehen und so warm anziehen wie ihr könnt, es könnte noch eine Weile dauern und sehr kalt werden". wir verstanden nicht so richtig, stiegen aber aus. Nun befanden wir uns auf dem berühmten Autobahnseitenstreifen, um Mitternacht bei kaltem Wetter. Zum anziehen hatten wir nicht viel, denn wir kamen ja aus dem warmen Süden und waren so um die 15°c gewohnt, doch hier in der Schweiz waren es -2°c !! Wir durften das Auto aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten, Wolfgang hatte schon den Pannenservice gerufen, denn das Auto fuhr keinen Zentimeter mehr, zum Glück hatte er es noch von der Autobahn runter bekommen. Die Stunde bis die Hilfe endlich kam, joggten wir am Seitenstreifen entlang um nicht zu erfrieren. Zum Glück hatten wir ein Warnblinklicht noch in Hyeres mit neuen Batterien ausgestattet, dass nun 300m vor uns vor sich hinblinkte und den schnell vorbeirauschenden Verkehr auf uns aufmerksam machte. Als der Pannenservice endlich kam wurden wir abgeschleppt, Gott sei Dank, der Surfbrettanhänger konnte mitgezogen werden und musste nicht allein am Autobahnrand verkümmern!! Das abschleppten hatte trotz der irritierenden Lichter des Pannenfahrzeugs ohne Auffahrunfall geklappt und nun standen wir auf einem vollmond beleuchteten Parkplatz und mussten den gesamten Kofferraum ausräumen. Alles auf die Rückbank und wir Mädels noch dazu, denn uns war kalt und wir waren müde. Nach einer Stunde war das Benzin ausgepummt und der Diesel eingefüllt, alles hatte geklappt, wir mussten nicht in einer Werkstatt bis zum Sonntag- oder sogar Montagmorgen warten und konnten unsere Abenteuerreise fortsetzen.

um 4.30 Uhr kommen wir dann, ohne weitere Unterbrechungen doch endlich, recht kaputt zu Hause an.

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