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Südkurier-Artikel v.-25.09.2003
UBERLINGEN
Sorge junger Wassersportler
war unbegründet ‑ Erste Erfolge bei Wettbewerben
Westbad: Surfer dürfen bleiben
j
Um ihren kleinen,Stützpunkt
im Westbad nicht zu fürchten brauchen junge Überlinger Windsurfer, die in dem
Bad eine Nische gefunden hatten. Andreas Schauer, Betriebsleiter der
Bodenseetherme und künftig auch f ü r den Betrieb des Strandbades
verantwortlich, sicherte den Sportlern seine Unterstützung zu.
VON
HANSPETER WALTER
Überlingen ‑ Seit gut zwei
Jahren haben sich vier junge Überlinger Surfer In der hintersten Ecke des
Westbades einen kleinen Stützpunkt aufgebaut. Pächterin Ute Rampf hatte ihre
Einwilligung gegeben, weil das kleine Areal aufgrund seines Bewuchses von
Badegästen ohnehin kaum genutzt werden konnte, die Windsurfer auch eine
sportliche Note und noch mehr Leben ins Bad brachten. "Wir hatten schon
befürchtet, dass wir bei dem Riesenprojekt der Bodenseetherme vielleicht
untergehen", sagt der 16‑jährige Simon Senner, der sich mit seinern
Freundestrio im Westbad allmählich häuslich eingerichtet hatte. ,gemeinsam
hatten die Surfer eine kleine, abschließbare Strandhütte erstellt, in der sie
ihr Material gesichert zurücklassen konnten. Doch die Sorge, dass ihnen eine
Abbruchverfügung und ein Platzverweis für die kommende Saison ins Haus flattern
könnte, war unbegründet. Auch bei Andreas Schauer, dem Betriebsleiter der Bodenseetherme, stießen sie auf offene
Ohren und Verständnis. In der kommenden Saison wird das Strandad West gemeinsam
mit dem neuen thermal‑ und Erlebnisbad unter ein organisatorisches Dach
geführt werden. "Das war in allen Konzepten so vorgesehen", sagt
Schauer. Und: "Wir wollten hier ja auch keine Trennung haben." So,
wird ein großer Teil des Strandbereiches vor der Bodenseetherme den
Westbadbesuchern wieder zur Verfügung stehen, lediglich eine zurückhaltende
Barriere aus gepackten Kieseln und Weißjura‑Kalk signalisiert
landeinwärts die Trennung zum neuen Bad. Aus Sicht Schauers ist daher in der
westlichen Ecke des Strandbades durchaus noch Platz für die Surfer. "Das
ist auch eine Bereicherung für das Bad", betont er.
Der Standort im
Strandbad ist für die jungen Sportler, die alle im Westen der Stadt wohnen,
einfach günstiger gelegen als das Gelände des Windsurfclubs in Nußdorf, bei dem
sie zum Teil sogar Mitglied sind. Doch nicht jeder von ihnen ist selbst
motorisiert.
"Hier im Westbad können wir unsere Segel auch mal aufgebaut lassen und
haben so gute Bedingungen", sagt Simon Senner. "Deshalb wollen wir
auch gerne weiter hier bleiben."
Das Training im
Westbad scheint sich für die Windsurfer auch schon gelohnt zu haben. So hatte
Simon Senner und Moritz Raible Ende August beim großen "Lake Garda
Crossing" einen schönen Erfolg erzielt. Als Dreier‑Team, in dem
normalerweise ein Profi mit zwei Nachwuchssportlern startet, hatten sie
gemeinsam mit
Florian Bandl
(Radolfzell) im Gesamtfeld von 60 Startern den fünften Platz belegt. Unter den
Jugendmannschaften hatten die drei vom Bodensee die Nase sogar ganz vorne.
Einig Wochen zuvor war der 16 ‑j ährige Sen ner schon bei den Junioren‑Welt
meisterschaften angetreten ‑ eben falls auf dem, von konstanten Winden
gesegneten Gardasee. Nach den ersten beiden Tagen hatte er noch auf einem guten
zwölften Rang gelegen ehe ihn ein Mastbruch stark zurück warf. Doch auf diese
ersten erfolgreichen Bewährungen bei internationalen Konkurrenz lässt sich
aufbauen Und das können die jungen Überlinger Windsurfer auch künftig mit ihrem
Training vom Westbad aus.

Diejungen
Überlinge Windsurfer Simon Senner sowie Moritz und Jakob Raible (von links)
können auch künftig an ihrem kleinen"Stützpunkt" am Rande des Strand
bads West in Oberlingen trainieren. Die, sicherte ihnen Andreas Schauer (ganz
rechts) zu, der als Betriebsleiter der Bodenseetherme im nächsten Jahr auch für das angrenzende Westbad verantwortlich sein wird.
BILD: VVALTER