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suedkurier Artikel

01.12.2004 12:45

Erfolgreiche Bilanz der Landessegler

Leistungszentrum Friedrichshafen hat großen Anteil am Erfolg - Peking 2008 winkt

Auch wenn es mit einer Medaille bei den Olympischen Spielen von Athen nicht geklappt hat: Für den Landesseglerverband (LSVb) Baden-Württemberg war das Jahr 2004 dennoch ein sehr erfolgreiches.

cht nur mit dem Tornado segelten die Landeskadersegler des Leistungszentrums Friedrichshafen im vergangenen Jahr stets vorne mit dabei.

Segeln: (lsvga) Zum ersten Mal überhaupt entsandte der LSVb zwei Mannschaften in das Olympiateam, die durch ihn über viele Jahre gefördert und unterstützt wurden: Im 470er segelten vor Athen Stefanie Rothweiler und Monika Leu mit der deutschen Fahne im Großsegel sowie Spinnaker und auch der Surfer Toni Wilhelm hatte schwarz-rot-gold in seinem Segel. Trotz der Plätze 15 im 470er und 30 im Mistral herrscht im LSVb alles andere als Katerstimmung: In zehn von elf Disziplinen starteten vor Athen deutsche Segler, in zwei Disziplinen waren es junge Sportler aus dem Land, die auch am Ball für Peking 2008 bleiben.

Sieben Kadersportler und -sportlerinnen erkämpften 2004 Deutsche Meistertitel: Jan und Hannes Peckolt im 49er, Florian und Christian Freimüller im Mistral (Jugend U17), Moritz Martin im Mistral, Sophia und Rupert Diesch im Teeny (auch U14, also 2-fach).

Es gibt also immer wieder auch Lücken im Leistungsaufbau, da die breite Basis in vielen Vereinen noch fehlt. Dennoch: Das Landesleistungszentrum Segeln in Friedrichshafen hat den Anteil seiner Sportler im Bundeskader stabilisiert. 13 waren es 2004, 13 sind es 2005. Manche haben einen höheren Status, andere sind ganz neu dabei. Drei Aktive wurden auf dem Weg zu den olympischen Spielen 2004 unterstützt.

Nach den Spielen ist vor den Spielen - und es sind nicht nur die "Alten" die es in Peking 2008 besser machen wollen. In den Startlöchern stehen junge Nachwuchssegler und -surfer, die mit langem Atem die vier Jahre bis den zu nächsten Spielen nutzen wollen: Olympiasurfer Toni Wilhelm (WSC Überlingen) will es 2008 noch einmal wissen, als B-Bundeskader und Sportstudent in Kiel freut er sich auf das neue Olympiaboard: das Neil Pryde RS:X, welches auch Moritz Martin (WSN-Calw, B-Bundeskader) und den 17-jährigen Florian Freimüller (WSN-C, D/C-Bundeskader) mit neuer Technik fordern wird. Dass die schnellste olympische Bootsklasse, der Tornado, auch 2008 dabei sein wird, steht auch fest: Hier sind zwei Teams aus dem LSVb Baden-Württemberg erneut in den Bundeskader berufen worden: Tino und Niko Mittelmeier aus Überlingen (SMCÜ) sind C-Kader, Christina und Florian Loweg aus Stuttgart (STSC) sind D/C-Bundeskader.

Olympiastarterin Steffi Rothweiler (WYC) wird sich im kommenden Jahr intensiv um die Fortsetzung ihres Jurastudiums kümmern und dann entscheiden, ob eine zweite Olympiakampagne im 470er mit neuer Vorschotfrau möglich ist. In den 470er-Bundeskader (D/C) wurden die Friedrichshafener Zwillinge Max und Moritz Rieger (WYC) berufen. Die Überlingerin Antje Struckat (SMCÜ) segelt mit der Berlinerin Sabine Walter ebenfalls 470er und ist C-Bundeskader. Hannes und Jan-Peter Peckholt (YC-Langenargen), dem zur Zeit besten deutschen Team im 49er, Baur/Groy (Kiel), haben in der vergangenen Saison schon ordentlich eingeheizt: Fast hätten sie den Sprung ins deutsche Olympiateam geschafft, Lohn und Motivation für die erfolgreichen amtierenden Deutschen Meister: B-Bundeskader.

Aus Laupheim kommt Matthias Miller (SCLa), er segelt das olympische Finn- Dinghi und war bereits Sparringspartner des deutschen Finn-Seglers (M. Fellmann) vor Athen: Er trainiert oft im LLZ in Friedrichshafen und hat sich für den C-Kader qualifiziert. In der olympischen Disziplin "Frauen- Einhand" gab es am 12. November durch den Weltverband eine weitere Änderung: Die neue Bootsklasse für 2008 ist die Laser-Radial-Jolle, die bisherige Klasse "Europe" verlor somit den olympischen Status.

Die Berufung des D-Landeskaders (30 Sportler) zum 1. Januar 2005 folgt in den kommenden Tagen: Landestrainer Peter Ganzert und die Honorartrainer haben im LLZ in Friedrichshafen und beim Herbsttraining am Gardasee auch Talente gesichtet. Bei den Jüngsten wird die Bootsklasse Optimist, mit steigenden Leistungen, weiter gefördert und besonders in der Jüngsten- Zweimannjolle Teeny machen zwei hoffnungsvolle Talente auf sich aufmerksam: Sophia und Rupert Diesch (WYC). Sie wurden erneut Deutsche "Jüngstenmeister" 2004 und haben nach wie vor große Lust zum Leistungssegeln.