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10.06.2001 
 
 

  FLIEGENDE ZAUBERER
Kitesurfen ist surfen in der dritten Dimension
Kitesurfen, das ist Windsurfen an seidenen Fäden. Kitesurfen ist fun, radikal und extrem. Sehr extrem sogar. Wo sich Surfer über kleine Flugmanöver tierisch freuen, geht ein Kiter schon mal für mehrere Sekunden in die Luft und vollbringt Moves, bei denen Surfer vor Neid blassgrün werden. Wenn sich die Kollegen Windsurfer noch am Strand langweilen, weil der Wind einfach nicht reicht, vergnügen sich die Kiteboarder längst in den Wellen. Viele der Top-Windsurfer tauschen schon mal das Surf- gegen das Kiteboard ein, weil es neue Herausforderungen und wieder mehr Aufmerksamkeit bringt. Namen? Flash Austin, Robby Naish und Elliot Leboe sahnen in den internationalen Championships ab. Bei den Frauen führen Anne-Laure Pegon und Christina Rogge, in Deutschland Stefan Pyttlik und Dirk Hanel die Szene an. 

Text: Claudia Aumüller 
 Kitesurfen ist surfen in der dritten Dimension
 
Der Shaper: Günter Lorch
 
Der Umstieg lohnt sich
 
Der Profi: Peter Garzke
 

    FLIEGENDE ZAUBERER
Der Shaper: Günter Lorch
In seiner Werkstatt in Radolfzell entstehen Entwürfe und Prototypen für Kite-Boards in aufwändigem Schichtbau, die in der Slowakei in Serie produziert werden. Von seinen "Lorch" Boards sind die Stars begeistert - auch wenn sie's nicht öffentlich sagen dürfen, weil sie bei der Konkurrenz unter Vertrag stehen. 

Seine Bretter:
Das große Kite-Board:
208 cm lang, nur 4,5 Kilo schwer und mit fünf Finnen bestückt ist es ein prima Einsteiger- und Schulungsbrett. Aufwändige Hi-Tech, mit der aber nicht nur Anfänger viel Spaß haben. 

Das kleine Kite-Board:
148 cm lang läuft es am besten mit kleinen Tüchern unter 15 m2 und liebt extreme Fun-Rides. 
 

Text: Claudia Aumüller 
 
 

FLIEGENDE ZAUBERER
Der Umstieg lohnt sich,
denn es gibt massig Spots auf dieser Welt, wo man nicht Surfen, aber Kiteboarden kann. Die Top-Reviere liegen zwar nicht vor unserer Haustür, weil der Bodensee oder der Starnberger See nur bedingt geeignet sind - hier kommen sich Kiter und Surfer schnell in die Quere. Aber überall dort, wo die Strände an Nord- und Ostsee lang genug sind, auf Guernsey, vor Südafrika oder auf Maui geht's ab in die Luft.
Die unterschiedlichen Styles sind das Potential dieses Sports. Und das Wasser bietet den Kitern eine einzige große kreative Plattform. Jeder bringt das ein, was er am besten kann. Wer vom kurzen Brett, dem Wakeboard, kommt, fährt auch beim Kiten eher spritzig und setzt zum Sprung an. Wer auch beim Windsurfen auf große Bretter steht, liebt auch mit dem Schirm das superschnelle Gleiten.
Lust bekommen am Zaubern mit dem seidenen Faden? Mal eben eine Runde zum Kiten fahren, das ist auch mit einem kleineren Gefährt kein Problem: die kleinen Boards passen überall rein, der Mast bleibt zuhause und auch der Schirm ist reisefreundlicher als ein Surfsegel. Und dann: Hang loose! 

Text: Claudia Aumüller 
 Kitesurfen ist surfen in der dritten Dimension
 
Der Shaper: Günter Lorch
 
Der Umstieg lohnt sich
 
Der Profi: Peter Garzke
 
 
 
 
 

                           
FLIEGENDE ZAUBERER
Der Profi: Peter Garzke
Seinen Wohnsitz hat er längst nach Maui/Hawaii verlegt. skol sprach mit dem Surfer, der jetzt immer öfter einen Kite an sein Brett bindet: 

Ist Kitesurfen nur ein Sport für's Extreme ?
Kitesurfen ist definitiv ein Sport, der gewisser körperlicher Voraussetzungen bedarf! Er kann extrem, aber auch in gemäßigter Form ausgeübt werden - man muss wissen, worauf man sich einlässt. 

Was ist der Kick ?
Das Abheben! Man kann ohne ein Welle bis zu 10m hoch springen. Auch die Flugdauer ist beeindruckend! Um extrem Sport zu treiben, benötigt man weniger Wind und braucht nicht zwangsläufig Wellen! 

Für welchen Sport schlägt Dein Herz, für's Windsurfen oder Kiten?
Definitiv fürs Windsurfen. Das sind meine Wurzeln. Windsurfen fühlt sich freier an und gibt mir mehr Abwechslung. Das liegt aber sicherlich auch daran, dass ich besser windsurfe! 

Ist kitesurfen gefährlich? Wo liegen die Risiken?
Ja durchaus. Das hängt aber auch mit der Umgebung zusammen. Bäume und andere Kollisionsobjekte erhöhen das Risiko. Viele Kiter haben sich aber auch schon bei den Landungen der Sprünge verletzt. 

Was empfiehlst Du Anfängern an Material?
Ein großes Board und einen nicht zu kleinen Kite. Kleine Kites sind zu nervös am Himmel und damit eher untauglich. 
 

Text: Claudia Aumüller