Härtetest für Veranstalter und Surfer
Extreme Bedingungen beim Immenstaader Surfmarathon - Lokalmatador Thomas Ertmer auf Rang drei
Surfen: Dass Surfregattafahrer auch bei extremen Bedingungen noch Spaß an ihrem Sport finden, haben am vergangenen Wochenende die Teilnehmer beim Immenstaader Surfmarathon bewiesen.
Nach langem Warten konnte der Regattaleiter Richard Duelli die 36 Teilnehmer aus fünf Nationen auf die Regattabahn schicken. Nach anfänglichen drei bis vier Beaufort Windstärken, acht Grad Wassertemperatur, neun Grad Lufttemperatur frischte der Wind immer stärker auf und bei beständigen fünf bis sechs Beaufort wurde von den Regattasurfern alles abverlangt.
Leider hatten sich einige mit den Segelgrößen verschätzt und mussten das Rennen aufgeben. Aber die Topsurfer aus der Region hatten den richtigen Riecher und das Können. Sie beendeten die Regatta sehr erfolgreich.
So konnte Abendroth Andy aus Friedrichshafen dieser Starkwindlauf als Sieger beenden. Platz zwei und drei belegten hier Reto Coldabella aus der Schweiz und Marius Keckeisen vom WSI Immenstaad.
Als am Sonntagmorgen der Himmel seine Schleusen schloss, konnten die geplante Tandemregatta und die Kidregatta durchgeführt werden. Hier fieberten die Jüngsten im Alter von neun bis zwölf Jahren ihrem für manchen ersten Zieleinlauf entgegen. Nach tollem Rennen konnte hier mit nur einer halben Brettlänge Vorsprung Alexander Much vom WSI Immenstaad den Sieg für sich entscheiden. Den zweiten Platz belegte Adrian Schenk aus der Schweiz, und den dritten Platz errang Nikolas Götzke ebenfalls aus Immenstaad . Hier machte sich die gute Jungarbeit der Vereins bemerkbar.
Als der Wind am Nachmittag wieder auffrischte, konnten die 36 Regattafahrer nochmals auf den langen Kurs geschickt werden.
Zur Freude aller Teilnehmer gesellten sich noch Andy Laufer, der zur beste Windsurfer Deutschlands und Surfprofi, sowie zwei Eurocupfahrer aus Schweden zum Starterfeld. Bei Sonnenschein und drei Beaufort nahmen die Teilnehmer diesen Marathonkurs wieder unter ihrer Boards.
Leider ließ der Wind nach der Hälfte des Rennen nach, die Flapperspezialisten mussten die Segel streichen und die Racebordsurfer konnten aufgrund der Allroundeigenschaften ihres Materials den Marathon erfolgreich beenden.
Der Sieger hieß diesmal zwar Heimo Kassler aus Österreich, aber dem Spitzenfahrer Reto Coldabella konnte der Gesamtsieg nicht mehr genommen werden.
Für den WSI Immenstaad besonders erfreulich belegte Thomas Ertmer den dritten Gesamtplatz, dicht gefolgt von Haller Andy ebenfalls aus Immenstaad.
Die Jungendwertung konnte wieder einmal Marius Keckeisen von WSI Immenstaad für sich entscheiden, der mit dem super Rennen am Samstag eine gute Basis für den Gesamtsieg der Bodenseemeisterschaft geschaffen hat.
Ein besonderes Lob wurde bei der Siegerehrung auch der Regattaleitung ausgesprochen, die bei diesen widrigen Wetterverhältnissen, alle Läufe stets voll im Griff hatten und sicher auf ihren Booten noch mehr froren als die Teilnehmer.
--------------------------------------------------------------------------------
© SÜDKURIER GmbH