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Vom Surfbrett aufs Flugzeug
umgestiegen
Einst erfolgreiche Überlinger Surfer erinnern
sich
Eines ist den einstigen Surf-Größen
des Windsurfclubs Überlingen, die Moderator Dirk Platt von "seetv"
bei der Jubiläumsfeier anlässlich der 25. Auflage des Überlinger
Windsurf-Cups (wir berichteten bereits) vors Mikrofon holte, gemeinsam:
Sie brachen ihre aktive Sportlerlaufbahn mehr oder weniger auf dem Höhepunkt
ihrer Karriere ab. Ein Weiteres ist ihnen aber auch gemeinsam: Sie fühlen
sich in ihrer einstigen Sportlerfamlie immer noch wohl und erinnern sich
gern an ihre aktive Laufbahn zurück.
Heiko Herling eröffnete die lange Erfolgsgeschichte des WSCÜ
1979 mit dem ersten deutschen Jugendmeistertitel. Bald danach stellte er
das Surfbrett jedoch in die Ecke, um eine Pilotenausbildung in den USA
aufzunehmen. Heute ist er Flugkapitän bei der "Lufthansa".
Wolfgang Scheide, einer der beiden erfolgreichen Scheide-Brüder,
stand 1992 auf Platz eins der deutschen Jahresrangliste, heute führt
er in Konstanz ein eigenes Unternehmen für EDV-Beratung. Ihm ist besonders
eine Münchner Hochschulmeisterschaft in Erinnerung, wo er mit einem
ungewöhnlichen Brett ankam und darüber belächelt wurde.
Doch als er der Konkurrenz gleich einige Minuten abnahm, sei sein Brett
plötzlich im Rampenlicht gestanden, erzählte er zum Amusement
der Jubiläumsgesellschaft.
Und er hatte noch eine weitere Anekdote über seinen Bruder Günter,
heute Student, auf Lager. Der war einst der jüngste Präsident
des WSCÜ. Nicht direkt gewollt, sondern weil kein Kandidat für
dieses Amt zur Verfügung und der WSCÜ deshalb vor dem Exitus
stand. "Mein Bruder war der erste, der dann die Nerven verlor und hob den
Finger", erinnerte sich Wolfgang Scheide.
Und Matthias Bornhäuser, das langjährige Aushängeschild
des WSCÜ? "Voller Ehrgeiz war ich", schilderte er seinen Erfolgsweg,
der mit dem zehnten Platz bei den Olympischen Spielen 1996 endete. Danach
wandte er sich ebenso entschlossen dem Studium zu. Vom Sport konnte er
aber nicht lassen. Zu Weihnachten gönnt er sich immer zwei Wochen
Wellenreiten an sonnigen Gestaden. Hierzulande steckt er zwischenzeitlich
viel Zeit ins Radfahren, macht auch schon einmal einen Triathlon mit. Eine
neue Sportskarriere?
Die Nachwuchshoffnung des WSCÜ, Toni Wilhelm, setzt alles daran,
in Bornhäusers Fußstapfen zu treten. "Auch ich verzichte schon
auf Partys", führte er das Gespräch mit Matthias Bornhäuser
fort. Toni lobte die Unterstützung, die er beim WSCÜ und seinem
Trainer Wolfgang Welz erfährt. Und er hat sich hohe Ziele gesteckt.
Für nächstes Jahr peilt er die Jugend-Weltmeisterschaft an.
as
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