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WSCÜ-Homepage 2007 |
letzte Änderung:
Artikel aus Südkurier v. 26.03.2007
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Peking als Ziel für Segler:
Es war ein zweischneidiges Schwert, das der Obmann für Talentförderung und Leistungssport, der Überlinger Hans Köppen, den Delegierten beim Landes-Segler-Tag 2007 in Überlingen vorstellte. Denn auf dereinen Seite stellte er nicht ohne Stolz fest, dass, betrachtet man die Kader-Zugehörigkeit und die Erfolge der Seglerim „Ländle“, der Landes-Segler- Verband Baden-Württemberg zu den drei leistungsstärksten Verbänden in Deutschland zählt.Aushängeschild des Segelsports am Bodensee ist Stefanie Rothweiler vomWürttembergischen Yachtclub, die2006 mit ihrer Vorschoterin in Ungarn Europameisterin wurde und bei derWM Rang zehn belegte. Dahinter gibtes aber noch eine ganze Reihe von Talenten, die im vergangenen Jahr hervorragendePlatzierungen erreicht haben. Die Überlinger Gebrüder Mittelmeier etwa, die im Tornado den erstenRang bei der Deutschen Besten-Ermittlungerreicht haben, oder der Surfer Toni Wilhelm, ebenfalls aus Überlingen, der bei derWM am GardaseeSiebter wurde. Nachdem 2005 un 2006 jeweils 14 LSVSportlerim Bundeskaderwaren, sind esaktuell zehn, darunterfünf im TeamOlympia Peking. Doch weiteren Seglern, darunter auch die Mittelmeier-Brüder, traut Köppen zu, dass sie mitPlatzierungen unter den ersten Fünf bei Europameisterschaften oder unter den ersten Zehn bei Weltmeisterschaftedurchaus noch auf den Zug Richtung Peking 2008 aufspringen können. Trotz aller Erfolge ist aus Köppens Sicht nicht alles eitel Sonnenschein:„Im letzten Jahr sagte ich bereits, dass von unseren insgesamt 145 Verbandsvereinen leider gerade 51 Vereine eine funktionierende Jugendabteilung haben. Hiervon wird in nur 22 Vereinenleistungsorientiert ausgebildet.“ Aber auch die finanziellenMittel, mit denen Talente und auch Leistungssport gefördert werden können, sind begrenzt. Zwar gehen etwa 70 Prozent des LSV-Etats in den Bereich Talentförderung und Leistungssport, doch zeigteStefanie Rothweiler praxisnah auf, wo bei Seglern der Schuh drückt. So beinhaltetder Saisonetat von etwa 80 000Euro zwei Boote mit Anschaffungskosten von jeweils 17 000 Euro. Für die Bekleidung habe sie zwar einen Sponsor gefunden, doch blieben vor allem bei der Finanzierung von Reisen zumTraining und zu Regatten erhebliche Kosten. Da sie mit ihrer Vorschoterin an 200 Tagen im Jahr auf dem Boot ist, kann man vom Aufwand her zwar vom Profisport sprechen, doch Beiträge wie etwa 45 Euro monatlich von der´Sporthilfe seien ein Tropfen auf den heißen Stein. Der Deutsche Seglerverband steuert 23 000 Euro bei. Während man in anderen Ländern in diesem Leistungsbereich vom Segeln leben könne, wäre dies in Deutschland nicht so. „Ich will nicht mit 30 Jahren noch von meinen Eltern leben, nur weil ich segle und nicht Tennis spiele“, so die 27-jährige Olympiateilnehmerin von Athen. Vor diesem Hintergrund stimmt dieVersammlung einer Beitragserhöhungum von einen Euro pro Mitglied und Jahr zu, wobei Köppen betonte, dass die Mittel gezielt im Bereich Talente und Leistungssport eingesetzt würden. Peking als Ziel für die SeglerBilanz des Landes-Segler-Tags 2007: Gute sportliche Erfolge trotz begrenzter Mittel zur Talent- und Leistungsförderung LSV-Obmann Hans Köppen (links) und die Europameisterin Stefanie Rothweiler (rechts) erläutern beim Landes-Segler-Tag 2007 in Überlingen die finanzielleSituation von Spitzenseglern . B I L D : R Ö S S L E R VON JÜRGEN RÖSSLER |